Freies Ensemble Dresden

   
 
Momentan möchten alle gegen die Schließung der Kultureinrichtungen protestieren. JA, das ist nötig. Doch es ist sehr schwer, das angemessen und differenziert zu handhaben. Es ist schwer, aus dem momentanen Druck zur Polarisierung herauszutreten. Dabei sollten ALLE Augenmaß behalten. Nicht nur die Politiker.
Deshalb appellieren wir hier, zu diesem Prozess aktiv beizutragen und eine eigene differenzierte Meinung zu entwickeln, die sich nicht dem vorherrschenden schnellen schwarz/weiß-Denken unterordnet.

Wir müssen unser Augenmerk besonders auf die freiberuflichen Musiker lenken, welche unter dem aktuellen Lock-Down besonders leiden, da sie noch an den Auswirkungen des Ersten zu knabbern haben. Ihnen fallen nun Engaments weg, die teilweise zur Kompensierung der im Frühjahr ausgefallenen angesetzt waren. Ihnen fällt es schwer, das Musikinstrument ohne Ziel vor Augen in die Hand zu nehmen. Sie müssen vielleicht Anträge schreiben. Oder ihre Instrumente verkaufen.

Wir bedauern das Publikum, welches dizipliniert und geduldig an einem kontrollierten Umgang mit der Ansteckungsgefahr beigetragen hat und nun enttäuscht zu Hause bleiben muss.

Wir fühlen mit den Veranstaltern mit, welche mit Anträgen und Abrechnungen über Kurzarbeit und Stornierungen und mehrfachen Änderungsplanungen voll ausgelastet sind.

Wir bemühen uns, die aktuellen Schließungen mitzutragen, auch wenn die Argumente eher dafür sprechen, klassische Musikkultur weiter betreiben zu können - optimistische und stärkende Momente zu schaffen - ohne Leben zu gefährden.


 
 

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